Die soziale Ungleichheit verfestigt sich

"Die Studie der Bundesbank über die Entwicklung des Vermögens in Deutschland offenbart eine hochproblematische Entwicklung: Die soziale Ungleichheit verfestigt sich. Die Ärmsten kommen aus den Schulden nicht raus, die reichsten 10% der deutschen Haushalte steigerten ihr Vermögen um mindestens 110.000 Euro, die reichsten 5% sogar jeweils um mindestens 200.000 Euro allein in der letzten 6 Jahren.

Bedenkt man in dem Zusammenhang die krasse Vermögensverteilung in Deutschland, zeichnet sich die soziale Schieflage noch drastischer ab: Die reichsten zehn Prozent besitzen weit mehr als die Hälfte des gesellschaftlichen Reichtums, die untere Hälfte gerade wenige Prozent. Deutschland ist eines von vier Ländern mit den meisten Millionärinnen und Millionären. Wer viel hat, kann das leicht vermehren. Auf Vermögen werden zu wenig Steuern gezahlt.

Hohe Einkommen und Vermögen, Erbschaften und Gewinne aus Kapital und Aktien müssen stärker besteuert werden. Damit finanzieren wir Investitionen in eine gute öffentliche Versorgung und einen Sozialstaat, der alle Menschen sicher vor Armut schützt."

Die Vermögensungleichheit hat sich seit 2011 kaum verändert. Während die üblicherweise zur Messung der Ungleichheit verwendeten Indikatoren – wie der Gini-Koeffizient und der Anteil der vermögendsten Haushalte am gesamten Nettovermögen – leicht zurückgingen, stieg der Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Teil der Verteilung an.

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